Generell ist zu sagen, dass man
beim Pokern das Bluffen nicht übertreiben sollte, andererseits sollte man sich auch nicht nur alleine auf seine Karten verlassen (speziell in höheren Limits), denn jedes Mal trifft man mit zB A-K in der Hand nicht sein Ass, oder einen König.
Viele Spieler bluffen, obwohl ihnen das gar nicht bewußt ist, doch die meisten Continuation Bets (Folge-Wetten) sind reine (Semi-) Bluffs. Wohl nahezu jeder von uns hat mit A-K in der Hand auf einem 9-6-7 Flop schon zu einer "Contibet" angesetzt. Nichts weiter als ein Bluff.
Tipp: Jedes Mal sollte man aber auch nicht zu einer Conti-Bet ansetzen, denn mit mehr als 1 Spieler im Pot und einem gefährlichen Flop (zB 3 Karten einer Farbe am Flop, 3 zusammenhängende Karten > 8-9-10), sollte man es nicht übertreiben und den Pot nicht unnötig groß machen.
Jetzt aber zum "klassischen" Bluff (abgesehen von der Continuation Bet). Hier sollten
Sie sich zumindest diese Fragen beantworten und dann
überlegen, ob ein Bluff sinnvoll wäre.
- gegen welchen Spielertypen ich bluffen möchte?
Maniac, Tight-aggressive, loose-aggressive, Calling Station.
- wie mein eigenes Image am Tisch ist?
tight, loose: je looser, umso seltener werden gute Bluffs möglich sein
- wie viele Chips / wieviel Geld hat mein Gegner noch?
Hat ein Spieler nur mehr sehr wenig Geld/Chips, so sollte man keinesfalls bluffen, denn diese Spieler callen
"leichter", als andere.
- wie sieht das Board aus?
Gefährlich (Drawlastig für Flush, oder Straight), oder eher ungefährlich
(zB 2-8-6). Auf gefährlichen Boards sollte man Bluffs, wenn möglich, eher vermeiden. |